Geboren 1990, studierte Neda Aydin an der HFBK Dresden, wo sie 2021 Meisterschülerin von Alicja Kwade wurde, und schloss 2024 ihr Diplom an der Weißensee Kunsthochschule Berlin ab.
Neda Aydin interessiert sich für die Kräfte und Strukturen, die Menschen sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene formen, fordern und prägen – wie etwa gesellschaftliche Normen, Erwartungshaltungen und der Druck zur Anpassung. Diese Kräfte bergen einen dualen Charakter: Sie sind nicht nur einschränkend oder bedrückend, sondern auch Katalysatoren für Stärke und Widerstand.
In ihrer Arbeit setzt Aydin daher bewusst Materialien ein, deren Wertigkeit, Dichte, Härte und Oberflächenbeschaffenheit in Diskrepanz zueinander stehen. Diese Kontraste schaffen ein Machtgefälle, in dem das „dominante“ Material die Koordinaten festlegt, innerhalb derer sich das „unterlegene“ Material bewegen kann. Die Veränderungen der Materialien – als Antwort auf den Druck – zeigen in subtilen und ästhetischen Gesten die Resilienz dieser Prozesse. In diesem Wechselspiel setzt sie die Materialien ortsbezogen und materialsensibel ein – stets im Dialog mit dem jeweiligen Raum und dessen Nutzung.







